Employer Branding Trends 2020

EMPLOYER BRANDING 2022: DIE WICHTIGSTEN TRENDS

15. Jänner 2022

Employer Branding – der Aufbau einer starken und sympathischen Arbeitgebermarke – ist mit der Generation Y und Z wichtiger denn je. Die jungen, digitalen Nachwuchstalente und die immer stärker umworbenen Fachkräfte ändern die Dynamik am Arbeitsmarkt. Der Wandel wird allgegenwärtig: Neue Kommunikationswege und Technologien ergänzen Altbewährtes. Und die Ansprüche von jungen Talenten verändern sich.

Welche Entwicklungen erwarten uns im neuen Jahr in Sachen Employer Branding? Worauf sollten wir uns einstellen und wo haben wir am besten die Nase vorne? Wir beschreiben ein paar der großen Trends und geben einen Ausblick auf das Thema Arbeitgeberattraktivtät 2022.

Candidate Journey: Eine gute Gefühlsbasis schaffen

Gab es vor ein paar Jahren noch großen Wettbewerb von KandidatInnen um eine Stelle, hat sich das Verhältnis in vielen Branchen inzwischen umgedreht. Die Unternehmen müssen sich zusehends bemühen, dass InteressentInnen nicht ganz zu Beginn wieder abspringen. Die so genannte Candidate Experience und Candidate Journey bekommt immer größere  Bedeutung. Es geht dabei darum, wie sich potentielle MitarbeiterInnen fühlen – und zwar vom ersten Lesen der Stellenanzeige bis zum Onboarding und weiters auch im langfristigen Arbeitsalltag. Wenn hier die Parameter stimmen, legt man den besten Grundstein für erfolgreiche Mitarbeitergewinnung

Einige Fragen können die Chancen, die WunschkandidatInnen für das Unternehmen zu gewinnen, klären: 

  • Sticht die Stellenanzeige positiv aus der Masse heraus?
  • Gibt es eine übersichtliche und klare Karriereseite?
  • Ist es möglich, schnell und effizient Bewerbungsunterlagen zu übermitteln?
  • Ist das Feedback auf Fragen und die Bewerbung unmittelbar und freundlich?
  • Wie ist das Gefühl während des Jobinterviews – herzlich und auf Augenhöhe oder eher distanziert?

Employee Branding: Den guten Ruf hinaustragen

Damit die (zukünftigen) MitarbeiterInnen so gute Erfahrungen mit dem Unternehmen machen, dass sie diese weitererzählen, gilt es die Versprechen auch zu leben. Young Professionals haben ein hohes Gespür für Werbung und wissen aber ein gutes Betriebsklima, Wertschätzung und Life-Work-Balance zu schätzen. Was Digital Natives im Beruf neben Jobzufriedenheit noch suchen liest du hier

Im besten Fall wird das Teammitglied zum Fürsprecher und Multiplikator und empfiehlt seinen Arbeitgeber bei Freunden, der Familie und online – sei es auf Arbeitgeberbewertungsportalen oder Social Media. Employee Branding nennt man das, und es ist eine wirksame Gestaltung der Arbeitnehmermarke. Diese kann man auch von Unternehmensseite aktiv steuern: durch ein einheitliches Bild bei LinkedIn- und XING-Profilen der MitarbeiterInnen, Blogs, Testimonials und Storytelling auf Social Media und in Redaktionsbeiträgen. Schließlich sind die eigenen MitarbeiterInnen die glaubwürdigsten Botschafter für das Unternehmen.

Social und Mobile Recruiting

Im Bereich Recruiting findet man die Millennials natürlich dort, wo diese ihre Aufmerksamkeit haben: online in den sozialen Netzwerken. Allein auf LinkedIn verbringen 75 % der Jobsuchenden ihre Zeit, um mehr über ihre Karrierechancen herauszufinden. Grund genug, auf allen Kanälen glaubhaft und positiv präsent zu sein. Es gilt, die Profile des Unternehmens aktuell zu halten und mit Content zu befüllen. Instagram sollte hierbei nicht vergessen werden, da der visuelle Eindruck von Unternehmen, Projekten, Unternehmensphilosophie und Büroalltag mit Fotos wirkt. Auch Ads auf Social Media erweisen sich als zielführend. Sucht man vorrangig nach HochschulabsolventInnen, lohnt es sich auch, einen Blick auf die Apps zu werfen, die Studierende verwenden.

Außerdem liebt die Generation Z klare Jobbeschreibungen – sie sind reflektiert über das was sie können, und allumfassende Buzzwords werden anstatt als Herausforderungen als K.O.-Kriterium gesehen. Weiters ist Bewegtbild die Mühe wert: Wer junge Talente rekrutiert macht das besser mit Video. Das zukunftsträchtige Format schafft Vertrauen, bleibt im Gedächtnis und hat eine starke Suggestivkraft.

Big Data & Artificial Intelligence: Hallo Algorithmus!

Digitale HR-Unterstützung macht viele Bereiche effizienter. Sourcing Tools durchsuchen Plattformen und Netzwerke und können passende KandidatInnen herausfiltern. Karriereseiten setzen Chatbots ein und werden zumindest für Standardfragen als Ansprechpartner eingesetzt. Digitale Mitarbeiterbefragungen ermöglichen es, Zufriedenheit und Commitment im Blick zu haben und MitarbeiterInnen auch zu halten. Bei allem ist natürlich der Mensch im Mittelpunkt. Ehrliche, offene Kommunikation und die Verbundenheit mit dem Team sind wesentliche Faktoren für einen attraktiven Arbeitsplatz.

Diversity: Offene Unternehmenskultur kommunizieren und leben

Neben den klassischen Faktoren wie Gehalt, Aufstiegschancen, Work-Life-Balance und flexible Arbeitsbedingungen bekommt ein Aspekt immer mehr Bedeutung: Diversity. Laut einer Studie von PageGroup gaben 73 % der ArbeitnehmerInnen an, dass Diversity ein wichtiges Kriterium bei der Jobentscheidung war. Dazu gehört eine offene Unternehmenskultur ohne den Druck von Normativität. Mann, Frau, sexuelle Orientierung, Behinderung oder Alter soll keine offene oder unausgesprochene Rolle spielen. Wenn man sich darüber im eigenen Unternehmen noch nicht sicher ist – das Einrichten eines Diversity Managements zahlt sich aus.

Quellen

https://www.uniglobale-medien.com/blog/2019/7/19/die-8-wichtigsten-employer-branding-trends

https://www.michaelpage.de/neuigkeiten-studien/pressemitteilungen/deutschlandweite-studie-der-pagegroup-diversity-verbessert

https://www.wearemomentum.at/post/5-tipps-fur-erfolgreiches-employer-branding-2021

https://hire.workwise.io/hr-praxis/personalsuche/karriereseite

Stimmungsbarometer vs. Mitarbeiterbefragung

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